Chronik unseres Ortsverbandes

 

Bereits nach dem ersten Weltkrieg gab es die sogenannte "Technische Nothilfe", der auch in Quakenbrück einige engagierte Männer angehörten; sie wurde nach dem Ende des zweiten Weltkrieges aufgelöst. Als dann zu Beginn der fünfziger Jahre das THW ins Leben gerufen wurde, fanden sich einige Männer der Technischen Nothilfe wieder zusammen und gründeten im Sommer 1952 den THW Ortsverband Quakenbrück. Er hatte seine Unterkunft in einer alten Baracke mit einem Übungskeller am Finkenweg, wo sich heute das Areal der Firma Kynast befindet. Als Ausrüstung war zunächst nur primitives Gerät wie Schubkarren, Leinen, Schaufeln und Äxte vorhanden. Trotzdem zeigten die Quakenbrücker THW-Helfer bei verschiedenen Einsätzen, Vorführungen und Aktionen (z. B. Hochwassereinsatz in Holland 1953 oder Sprengung des Quakenbrücker Gaswerks 1959) ihr Können, auch mit dem damals zentral vorgehaltenen THW-Gerät (siehe Bilder).

1961 kam dann das erste Fahrzeug, ein Mannschaftskraftwagen (MKW) auf Hanomag, in den Ortsverband. Mit ihm konnte im Februar 1962 der Einsatz nach der verheerenden Sturmflut, die an der Nordseeküste gewütet hatte, bestritten werden. Dieser Einsatz war sicherlich einer der Höhepunkte der 60er Jahre.

In den 70er Jahren stand zunächst 1971 der Umzug in eine neue, wenn auch nicht bessere, Unterkunft an der Danziger Straße an, wieder nicht mehr als eine Baracke. Man erhielt neue Ausrüstung, sah sich vielen Neuerungen gegenüber und durfte wieder einmal der Liebe zum Lärm (Sprengung der Settruper Mühle) frönen. Und wieder war einer der Höhepunkte ein Einsatz: Der Waldbrand bei Celle 1975.

Zu Beginn der 80er Jahre (1982) stand wieder einmal ein Umzug an. Der Ortsverband zog in seine jetzige Unterkunft in der Ostlandstraße, der ehemaligen Ehrenhalle und Büros des alten Quakenbrücker Fliegerhorsts. Hierhin konnte man auch endlich den gesamten Fuhrpark mitnehmen, der bis Dato in verschiedenen Hallen in und um Quakenbrück untergebracht war. Die Integration des THW in Quakenbrück in das öffentliche Leben spiegelt sich in diesem Jahrzehn sicherlich am meisten in den umfangreichen Maßnahmen zur 750-Jahr-Feier der Stadt Quakenbrück 1985 (von Dekoration über Beleuchtung bis zum Wassertaxi) wieder. Und wieder konnte die Tradition des Sprengens weitergeführt werden: Am 27. Juni 1987 fiel Flerlagen Mühle 40 kg Sprengstoff zum Opfer.

In den 90ern erhielt der Ortsverband sein heutiges Gesicht: THW-Neukonzept, neue Fahrzeuge, neue Ausrüstung, neue Bekleidung. Natürlich gab es auch wieder Gelegenheit, sein Können zu zeigen: Neben vielen anderen Einsätzen (z. B. Hochwasser 1998, Brände, Unfälle, ...) beim Hochwassereinsatz an der Oder, der die Quakenbrücker Küche bundesweit bekannt machte.

Der heutige Stand braucht hier nicht viele Worte, er ist auf diesen Seiten dokumentiert.

Noch etwas für diejenigen, die vom Fach sind: In seiner Geschichte verfügt(e) der Ortsverband Quakenbrück über folgende Einheiten:

  • Bergungszug
  • Bergungsräumzug
  • Bergungsräumgruppe
  • Verpflegungstrupp
  • Veterinärzug
  • Technischer Zug
  • Fachgruppe Räumen
  • Fachgruppe Sprengen
CC-BY-SA-2.0-de], via Wikimedia Commons)" class = "lightbox" rel="lightbox72564">
Die im Jahre 1987 bezogene Unterkunft (By Sekrqu (THW OV Quakenbrück) [<a href="www.creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en">CC-BY-SA-2.0-de</a>], <a href='http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Quakenbr%C3%BCck_fliegerhorst.jpg'>via Wikimedia Commons</a>)
Vorführung von behelfsmäßiger Fähre auf der Hase beim Sportplatz am Deich, 10.08.1958.
Übung Unterlühs bei Bergen / Hohe, 1964.
Ortsverband Quakenbrück und Stützpunkt Fürstenau vor dem Ausrücken zum Einsatz beim Waldbrand bei Celle, 1975.
Sprengung von Flerlagen Mühle mit 40 kg Sprengstoff, 27. Juni 1987.
Einsatz Oderhochwasser, Sommer 1997, Birkenschule Frankfurt/Oder: So sieht man aus, wenn man gerade 1200 Schnitzel paniert!